Der geheimnisvolle Saphir ist wie der Rubin eine Art von Korund. Der Name stammt aus dem Griechischen sappheiros, das von dem hebräischen sappire abgeleitet ist und „blau“ bedeutet. Schon im Altertum war der Saphir äußerst beliebt und so findet man ihn auf vielen antiken Schmuckstücken.  In vielen Völkern finden sich auch Sagen, die sich um den nachtblauen Edelstein ranken.

Der 45. Hochzeitstag wird traditionell als Saphirhochzeit gefeiert. Aber auch zu anderen Anlässen machen Sie ihrer Liebsten mit einem Ring, Saphir Ohrringen oder einer schönen Saphir Kette eine Freude.

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Der Saphir in Legenden und Geschichte

Im alten Persien glaubte man, ein großer Saphir trage die Erde und der blaue Himmel sei bloß seine Reflexion. Eine Legende aus Sri Lanka erzählt von einem ausgezeichneten Jäger Namens Jampal. Seine Jagdwaffe war ein Bumerang und er war in einen Stern, dessen Schönheit er jeden Abend am Himmel bewunderte, verliebt. Als Jampal eines Abends von einem Tier angegriffen wurde, schleuderte er seinen Bumerang und traf damit den Stern, dessen Scherbe ihm zu den Füßen fiel. Sie war glänzend blau mit dem Schein des Sternes. So entstand der Sternsaphir.

Jede Farbvarietät hatte ihren eigenen Namen, der in Asien bis heute verwendet wird. Nilamani bezeichnet beispielsweise einen blauen Edelstein, die Jalanila sind Steine, die die Farbe hell-bläulichen  Wassers haben, und Indranila sind dunkelblaue Kaschmir-Saphire. Im Hinduismus assoziiert man den Saphir Padparadscha, „Lotosblume“, mit der obersten Kaste – den Brahmanen –, die er schützen sollte.

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In Astrologie verbindet man ihn vorwiegend mit den Stieren, wie sie ist er gleichzeitig widerstandsfähig und zart. Er eignet sich aber auch für die Skorpione, die Widder, die Löwen und die Schütze. Saphire sollen über im September geborene Menschen wachen. Sie symbolisieren Treue, Aufrichtigkeit und Wahrheit. Seit Jahrhunderten glaubt man, dass sie dem Geist Ruhe und Weisheit  bringen. Der Saphir ist außerdem ein Schutz-Stein. Sein Schutz soll sogar so stark sein, dass er sich auf andere Personen überträgt.

Bezaubernde Farben und Eigenschaften des Saphirs

Der Korund kommt in einer ganzen Palette von Farben vor. Blaue Korunde nennt   man Saphire , während man nichtblaue Varianten des Steins zumeist als Fancy-Saphire bezeichnet. Einzige Ausnahme bildet der rote Rubin. Nebenbei: Nicht einmal die Fachleute sind sich einig, ob ein rosa Korund als ein rosa Saphir oder ein heller Rubin bezeichnet werden soll. In unserer KLENOTA-Schmuckkollektion  verwenden wir die Bezeichnung rosa Saphir.

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Nach wie vor wird der sattblaue Saphir am meisten geschätzt. Der Saphir übertrifft alle anderen Minerale dieser Farbe in seiner Härte. Wenn Sie also blaue Edelsteine lieben, ist der Saphir eine ideale Wahl. Aber nichtnur Liebhabern von Azurblau kann dieser Edelstein Freude bringen, denn es gibt ihn in vielen Farbabstufungen (selten gibt es sogar auch mehrfarbige Varianten). Der Sammelbegriff für nicht-blaue Saphire ist Fancy.

Zu den wertvollsten Steinen gehören die lachsfarbenen, rosaroten oder orangen Saphire, die Padparadscha genannt werden. Der Rosa- und Orange-Anteil in diesen Saphiren ist immer einzigartig, denn  es gibt keine zwei gleichen Steine. Umso intensiver und satter die Farbe, desto höher der Preis. Noch wichtiger ist jedoch die Reinheitdes Edelsteins - je reiner, desto teurer. Denn bei hellen Steinen fällt jede Unregelmäßigkeit auf. Der Käufer steht daher häufig dem Dilemma gegenüber: reiner Stein oder satte Farbe? Eine einzigartige Färbung ist hier oft der Sieger. Auch dem Schliff sollte man Aufmerksamkeit schenken, denn oft ist er wegen Mangel an für das Schleifen geeignetem Rohstoff asymmetrisch.  Oft werden deshalb Formen gewählt, die möglichst wenig Verschnitt produzieren.

anhänger mit blauem und rosa saphir - KLENOTA

Die FirmaGemval, die den Preis von Edelsteinen schätzt, gibt an, das der Wert von Saphiren in den letzten 10 Jahren um 38 % gestiegen ist. Große Saphire werden als Investition betrachtet und der Preis eines einkarätigen Saphirs (0,2 g) kann bis ca. 40 000 Euro betragen.

Saphirschmuck aussuchen und pflegen

Die Pflege eines Saphirs ist dank seiner Härte sehr einfach. Aber auch, wenn er nicht leicht zu zerkratzen ist, extreme Temperaturveränderungen tun ihm nicht gut. Der blaue Saphir kommt in Kombination sowohl mit Weißgold, als auch mit Gelbgold wunderbar zur Geltung. In letzter Zeit gewinnt auch Saphirschmuck mit Rotgold an Beliebtheit. Die Kombination aus dem zarten Roséton mit dem strahlenden Blau des Saphirs entsteht ein umwerfendes Farbenspiel.

Ein Saphir kann leicht mitGlas, kubischem Zirkon oder synthetischem Spinell verwechselt werden. Auch die Bezeichnung von verschiedenen Farbvarietäten der synthetischen Saphire und anderer Steine kann verwirrend und irreführend sein. Solche Geschäftsnamen sollen nur einer besseren Vorstellung über den Farbton dienen. Oft werden zu diesem Zweck die Namen natürlicher Steine benutzt (z. B. Rubin – rot, Granat – sattrot, Topas – gelb, Palmeira-Topas – braun, Madeira-Topas – gelbbraun usw.), mit denen Saphire jedoch nichts zu tun haben.

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Wie Saphire bearbeitet werden

Die Intensität der Farbe sowie ihr Ton können im Labor verändert werden. Am häufigsten wird dies durch Ausglühen (gelbe und orange Saphire), chemische Oxidation/Reduktion (blaue Saphire) oder Bestrahlung erzielt. Diese Methoden werden unter Goldschmieden akzeptiert, sie senken jedoch den Wert des Steins. Die meisten heute erhältlichen Saphire werden auf diese Weise bearbeitet. Schöne, natürlich blaue Steine sind nämlich sehr selten und ihr Preis ist sehr hoch.

Außer bearbeiteten Steinen kann man auch synthetische, im Labor hergestellte Saphire erstehen. Der erste Saphir wurde 1907 durch das sogenannte Verneuil-Verfahren hergestellt (bei diesem Verfahren entstehen wunderschöne Korundkegel). Solche Saphire sind sehr widerstandsfähig und billig herzustellen.Sie lassen sich von natürlichen Saphiren durch Streifen und Farbunterschiede unterscheiden, die unter dem Mikroskop sichtbar werden. Besonders synthetischen Saphiren in alten Schmuckstücken sollte man mehr Aufmerksamkeit schenken, da ihr Wert meist unschätzbar ist.

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KLENOTA kauft Saphire für ihren Saphirschmuck nur aus erprobtenund, soweit möglich, aus lokalen Quellen. Die Echtheit der Saphire wird durch ein Authentizitätszertifikat garantiert, das Sie zu jedem gekauften Schmuckstück kostenlos dazu bekommen.

Der Saphir aus der Sicht der Wissenschaft

Chemisch gesehen ist ein Saphir ein Aluminiumoxid. Saphir ist ein Stein vieler Formen, die er den Zusätzen verschiedener chemischer Elemente zu verdanken hat. Blaue Saphire entstehen dank dem Zusatz von Titan und Eisen, die im Stein natürlich erhalten sind. Werden Inklusionen gebildet, so entsteht ein rosafarbener Stein. Padparadscha-Saphire enthalten wiederum Eisen, Titan und vor allem Chrom. Die weiteren Färbungen der sogenannten Fancy-Varietäten werden durch Kupfer, Chrom, Vanadium und Magnesium beeinflusst.

Härter als Saphir ist nur der Diamant. Für den Saphir sind ein Glasglanz und weiße Strichfarbe charakteristisch. Er bildet tafelige, rollstückige, doppelpyramidische und weitere Kristalle. Er ist durchsichtig bis durchscheinend. Oft kommt es auch zur Zwillingsbildung. Saphire entstehen in metamorphem Gestein, das reich an Aluminium und arm an Silizium ist. Flusswasserstoffsäure und heiße, konzentrierte Schwefel- oder Phosphorsäure können die Steine beschädigen.

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Ein interessanter Effekt, den man bei Saphiren und Rubinen beobachten kann, ist der sogenannte Asterismus (Sterneffekt). Seine Schönheit zeichnet sich vor allem bei dem Cabochon-Schliff (eine runde Schliffform mit einer flachen Unterseite) aus. Er entsteht infolge von Einlagerungen des Minerals Rutil, die in drei Richtungen orientiert sind. Das Licht reflektiert von diesen Einlagerungen und auf der Oberfläche des Steins entsteht ein Sechsstern. Wenn der Stein mehr Rutilfasern beinhaltet, entstehen auch können auch mehrzackige Sterne entstehen.

Woher stammen Saphire?

Die hochwertigsten Saphire entstanden im Marmor auf Sri Lanka und in Myanmar oder kristallisierten in den Gneisen in Kaschmir. Die von niedrigerer Qualität stammen meist aus Thailand oder aus Kambodscha. Australische oder ostasiatische Saphire haben einen niedrigeren Preis, da sie oft unerwünschte grünliche Untertöne aufweisen. Afrikanische Saphire werden wiederum von braunen Untertönen verraten. Die Padparadscha-Saphire der höchsten Qualität werden auf Sri Lanka abgebaut.

In Tschechien befanden sich Saphire früher auf der berühmten, heutzutage bereits geschützten Iserwiese (Jizerská louka). Auch wenn es um die besondersten Saphire geht, können wir in Tschechien bleiben, denn einige der berühmtesten Saphire der Welt schmücken die Wenzelskrone. Einige von ihnen wiegen mehr als 200 ct (40 Gramm), einer sogar mehr als 300 ct (60 Gramm). Weitere berühmte Saphire findet man auf der englischen Königskrone. Man nennt sie auch  Edwards (11. Jahrhundert) und Stuarts Saphir.

 

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Berühmte und besondere Saphire

Auch unter Prominenten sind Saphire unheimlich beliebt. So  trug zum Beispiel Prinzessin Diana einen Verlobungsring mit einem 12-karätigen Saphir. Jetzt hat er seinen Platz am Finger der Herzogin Kate, Prinz Williams Ehefrau, gefunden. Der bekannteste blaue Saphir der Welt wird aber Stern von Indien genannt und wurde vor 300 Jahren auf Sri Lanka entdeckt. Es handelt sich um einen 536-karätigen (mehr als 100 Gramm) asterischen Saphir, der dem American Museum of Natural History gestiftet wurde. Der Stern von Indien wurde bereits einmal aus dem Museum gestohlen. Zum Glück wurde der Stein zwei Monate später bei dem Dieb Jack Murphy gefunden.

In  der Antike dienten Saphire häufig als Material für die Herstellung kleiner Figuren. Bekannt ist zum Beispiel eine Buddha-Figur aus hellblauem Saphir.

Der größte Padparadscha-Saphir kommt aus Sri Lanka. Ihn kann man im im Museum of Natural History in New York bewundern. Es handelt sich um einen wahren Rekordstein: Er wiegt 100,18 ct (ca. 20 Gramm).