Härte hat eine wunderbare Definition: Sie ist der mechanische Widerstand, den ein Werkstoff (in unserem Fall ein Stein) der mechanischen Eindringung eines anderen Körpers entgegensetzt. Die ungefähre Härte von Mineralien wird meist mithilfe der Mohs’schen Härteskala angegeben, die von dem deutschen Mineralogen Carl Friedrich Christian Mohs erfunden wurde. Der Härtegrad eines Minerals hängt von vielen Faktoren ab. Die innere Anordnung der Moleküle spielt dabei ebenso eine Rolle wie äußere Faktoren. Generell lässt sich sagen, dass Steine mit einer engeren Anordnung der einzelnen Ione in ihrer Struktur härter sind. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Härte des Kristallgitters, denn verschiedene Ausformungen können das Mineral schwächen und brüchig werden lassen. Zu den äußeren Faktoren zählen die Spaltungsweise des Minerals, die Anzahl der Einschlüsse und Kristallanhaftungen, sowie Verwitterung und Sprünge des Steins.

Welche Rolle spielt die Spaltungsweise des Minerals?

Der Härtegrad ist immer relativ, denn ein härteres Mineral ist nicht zwangsläufig resistenter. Das liegt daran, dass jeder Stein je nach Orientierung auf eine andere Art und Weise hart ist, was wiederum auf seine Spaltungsebenen zurückzuführen ist. Zusätzlich kann ein einzelner Stein mehr als eine Spaltungsebene aufweisen. Im Idealfall hat das Mineral gar keine Spaltungsebene, was bedeutet, dass es sich nicht spalten lässt. Bei solchen Steinen betrachten wir im nächsten Schritt seinen Bruch, bei dem die Orientierung keine Rolle spielt. Das Wissen um die Spaltungsebenen eines Minerals ist daher eine der wichtigsten Informationen, um den Edelstein für den Schliff richtig ausrichten zu können. Die Spaltung von Mineralien kann in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt werden - sie kann als perfekt, gut, schlecht, unvollkommen oder nicht vorhanden klassifiziert werden. Bei perfekten oder guten Spaltungen muss der Stein besonders vorsichtig behandelt werden, um Beschädigungen zu vermeiden

Eine Einführung in die Mohs’sche Härteskal

Diese Skala ermöglicht die ungefähre Bestimmung der Härte eines Steins. Sie basiert auf dem Vergleich ausgewählter Mineralien untereinander, genauer gesagt der Fähigkeit eines härteren Minerals, ein weicheres anzukratzen. Die Mineralien anschließend mit Zahlen von 1 (das weichste Mineral) bis 10 (das härteste Mineral) bewertet.

Mineralien werden durch Kratzen getestet. Ein Mineral mit einer Härte von 1 bis 2 kann schon mit dem Fingernagel angekratzt werden, da Fingernägel selbst eine Härte von 1,5 bis 2 haben. Ein härteres Mineral hingegen kann einen Kratzer auf dem Fingernagel hinterlassen. Wenn ein gewöhnliches Messer Spuren auf dem Stein hinterlässt, handelt es sich um ein Mineral mit einem Härtegrad von 5 oder weniger. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Messer beispielsweise auf einem Quarz, der eine Härte von 7 aufweist, keine Kratzer hinterlassen kann. Wenn ein Mineral auf Glas einen Kratzer hinterlässt, weist das Mineral einen Härtegrad von mindestens 5 auf. Ein Diamant sollte als härtester Edelstein demnach in der Lage sein, alle anderen Mineralien zu zerkratzen. Natürlich existieren auch Materialien, die härter als Diamant sind, diese werden allerdings in Laboren hergestellt. 

Es gibt noch einige weitere Möglichkeiten, die Härte von Materialien festzustellen, doch diese Methode ist die bei weitem verbreitetste und beliebteste, da sie einfach anzuwenden und überprüfbar ist.

Welcher Stein ist also der richtige

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Steinarten, die in der KLENOTA Kollektion verarbeitet werden. All unsere Steine werden von zertifizierten Händlern erworben und ihr Ursprung wird durch das Authentizitätszertifikat bestätigt, das Sie mit jeder Bestellung erhalten. Jeder Stein ist einzigartig und deshalb gehen wir bei jedem Schmuckstück mit Verantwortungsgefühl und Demut vor der Natur vor. 


Die Authentizität von Edelsteinen - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 5,5-6,5 auf der Mohs’schen Härteskal

Der Moldavit ist ein einzigartiger tschechischer Edelstein. Er wird als Tektit klassifiziert (was soviel wie brüchiges natürliches Glas bezeichnet) und besticht durch seinen einzigartigen Grünton. Er spaltet nicht, ist aber insgesamt relativ weich. In der Schmuckverarbeitung werden sowohl rohe, als auch geschliffene Steine eingesetzt. Die Textur bzw. die Rillen an der Oberfläche des Steins werden bei rohen Steinen besonders bewundert - sehr wertvoll sind vor allem die sogenannten “Igel-Moldavite” mit stacheligen Kanten. Diese sind allerdings häufig sehr dünn und können leicht abbrechen, was den Preis des Steins senkt.

Moldavite Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 6 bis 6,5

Neu in unserem Sortiment sind Mineralien aus der Feldspatgruppe. Feldspate spalten vollkommen in eine oder auch mehrere Richtungen. Dies macht sie zu spröden Mineralien, die bei höheren Temperaturen oder bei größerem Druck brechen können. In unserem Sortiment haben wir ein Trio von Feldspaten, die viel miteinander gemein haben - Labradorit, Sonnenstein und Mondstein (Adularia)

Adularia und Labradorit verfügen über eine perfekte Spaltung - einige sogar in mehrere Richtungen, was sie trotz weniger Einschlüsse zu sehr zerbrechlichen Steinen macht. Diese Steine sind attraktive, geheimnisvolle und nicht zuletzt erschwingliche Steine, die ihre Schönheit erst in einem bestimmten Lichtwinkel preisgeben. Diese Qualität ist es auch, die uns für die Zerbrechlichkeit der Steine entschädigt. Sie vertragen keine Druck- und Temperaturschwankungen und einige Steine können auch mit Säuren reagieren. Durch ihre geringe Härte besteht erhöhte Beschädigungsgefahr durch Stöße und unvorsichtige Handhabung. Ihr einzigartiges Lichtspiel kommt besonders bei Ohrringen und Anhängern, die in runde Formen geschliffen wurden, schön zur Geltung.

Adulare und Labradorite Härtegrad - KLENOTA

Sonnensteine wären keine so “sonnigen” Steine, wenn sie nicht Metallinklusionen enthalten würden. Denn auf diese gehen die optischen Effekte dieser Steine zurück. Diese Inklusionen schwächen den Stein allerdings nicht, da sie sehr klein und im Mineral verteilt sind. Sonnensteine sind erschwingliche und attraktive Steine, die aber dennoch der Feldspat-Gruppe angehören und damit eher zerbrechlich sind. In unseren Kollektionen können Sie sich selbst von der einzigartigen Schönheit dieser Steine überzeugen.

Steine mit einer Bewertung von 6,5

Der Tansanit wurde erst im 20. Jahrhundert entdeckt. Es handelt sich aufgrund der guten Spaltbarkeit um einen weichen und spröden Stein. Andererseits enthält er nur selten Inklusionen, die den Stein noch zerbrechlicher machen würden, als er ohnehin schon ist. Sein unverwechselbarer blauer Farbton und sein Trichroismus machen den Tansanit allerdings zu einem wahrhaft einzigartigen Stein für die Schmuckproduktion. Wenn Sie sich für Tansanitschmuck entscheiden, sollten Sie besonders bei Ringen umsichtig mit dem Schmuckstück umgehen.

Tansanit Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 6,5 bis 7,5

Der Peridot (der als Rohmineral auch als Olivin bekannt ist) verfügt über perfekte Spaltbarkeit. Aus diesem Grund sollten Sie erhöhten Druck auf den Stein in jedem Fall vermeiden. Aufgrund seiner geringen Härte reagiert der Peridot empfindlich auf unachtsame Handhabung. Peridot kann auch “Haare” aus Ludwigit enthalten, die den Stein zusätzlich schwächen. Auch mit Säuren oder Basen sollte der Stein möglichst nicht in Berührung kommen. Normalem und alltäglichem Gebrauch sollte der Stein allerdings durchaus standhalten. Seine leuchtende Farbe macht jedes mit Peridot besetzte Schmuckstück zu einem absoluten Blickfang.

Ein weiterer Stein mit einer Härte von 6,5-7 ist der mysteriös schimmernde grüne Tsavorit aus der Familie der Granate. Dieser lässt sich wunderbar mit Gold kombinieren und spaltet nicht. Er enthält allerdings durchaus Inklusionen - sollten Sie sich also für diesen Edelstein entscheiden, sollten Sie Temperaturschocks in jedem Fall vermeiden.

Peridot-Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewetung von 7

Quarz ist ein relativ harter Stein und er kommt in vielen verschiedenen, attraktiven Farben vor. In unserer Auswahl finden Sie violette und grüne Amethysten, sowie gelbe Citrine. Quarz spaltet nicht, was bedeutet, dass er gegenüber Druck von allen Seiten resistent ist. Die Fragilität von Quarzen erhöht sich allerdings mit der Anzahl der Einschlüsse. Abgesehen davon sind sie jedoch sehr robust und benötigen keine besondere Behandlung.

Quarzhärtegrad - KLENOTA

Zur Familie der Granate gehören auch die tief purpurroten Steine Almandin und Rhodolit, die eine Härte von 7-7,5 aufweisen. Diese spalten wenig oder gar nicht und sind daher sehr robuste Steine, die sich auch in größeren Größen für Ringe oder anderen Schmuck eignen. Auch hier gilt: Steine mit mehreren Inklusionen - und diese sind bei Granaten durchaus nicht unüblich - sind brüchiger.

Granatenhärtegrad - KLENOTA

Aus der Turmalin-Familie finden Sie in unserer Kollektion Schmuck mit Rubellit. Diese sind von interessanter rot bis rosa Farbe und relativ hart (7-7,5). Sie spalten wenig oder gar nicht, enthalten aber manchmal Inklusionen, die den Stein unter Druck zum Brechen bringen können. Aus diesem Grund sollten Sie Druck, sowie Temperaturschocks und Stöße möglichst vermeiden, besonders wenn Sie den Stein an einem Ring tragen.

Turmalin Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 7,5 bis 8

Zu dieser Gruppe der Mineralien gehören Berylle, zu denen Smaragde, Aquamarine und Morganite zählen. Sie spalten nicht vollkommen, was bedeutet, dass sie robuster als viele andere Steine sind.

Menschen tragen schon seit tausenden Jahren Smaragde als Schmuck. Wenn Sie sich für Smaragdschmuck entscheiden, sollten Sie allerdings beachten, dass er trotz seines hohen Härtegrades und unvollkommener Spaltung durchaus zerbrechlich ist. Das liegt daran, dass in Smaragdminen heutzutage kaum mehr perfekte Rohsteine abgebaut werden, die keine Inklusionen oder kleinen Risse aufweisen - aus diesem Grund eignen sich Smaragde besonders für Ohrringe und Halsketten. Ringe mit Smaragdbesatz sind nur für besondere Anlässe zu empfehlen. Ihre Oberfläche zerkratzt zwar nicht leicht, sie sind aber gegenüber Druck und schnellen Temperaturschwankungen durchaus empfindlich. Und noch ein letzter Tipp zum Schluss: selbst ein perfekt aussehender Smaragd kann kleine Sprünge haben. Wenn Sie den Stein für einige Stunden in Öl einlegen, erscheint der Stein wieder ganz. Dies bedeutet allerdings nicht, dass ein in Öl eingelegter Stein robuster ist.

smaragdgrüner Härtegrad - KLENOTA

Blauer Aquamarin ist auch in größeren Stücken verfügbar, enthält selten Inklusionen oder Sprünge und ist daher für jede Schmuckart - von Armbändern bis zu Ringen - geeignet. Trotz allem sollten Sie umsichtig mit Ihrem Schmuck umgehen, da auch Aquamarin brechen kann.

Aquamarin Härtegrad - KLENOTA

Rosa Morganit wurde erst im 20. Jahrhundert entdeckt. Es handelt sich hierbei um einen etwas teureren Stein, der allerdings in größeren Größen verfügbar ist. Morganit enthält manchmal Gaseinschlüsse oder sogar bewegliche Flüssiggaseinschlüsse, die bei Sammlern sehr begehrt sind. Glücklicherweise sind diese Einschlüsse nicht sichtbar - der Stein erscheint also stets einheitlich. Morganit ist sehr robust und eignet sich für jede Schmuckform - selbst beim täglichen Tragen müssen Sie sich keine Sorgen um Kratzer machen. Bei KLENOTA fertigen wir jede Art von Schmuck mit Morganitbesatz.

Morganit Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 8

Zu den Mineralien mit einem Härtegrad von 8 zählt der Topas. Ein Stein, der sich am schönsten mit Gelb- und Weißgold kombinieren lässt. Der Topas spaltet perfekt in eine Richtung und enthält oft kleine Sprünge, an denen sich die Spaltungsebene ablesen lässt. Topas enthält manchmal zusätzlich Inklusionen, ist aber im Allgemeinen durch seine Härte robust genug, dass Sie sich keine Sorge um Kratzer machen müssen. Stöße, Druck und Temperaturschocks sollten Sie allerdings trotzdem vermeiden, da er doch leichter bricht als der gleich harte Spinell, der nicht spaltet. 

Der oft unterschätzte Spinell ist hart und spaltet nicht, kann jedoch Einschlüsse und verheilte Risse enthalten, die den Stein ein wenig schwächen. Im Allgemeinen handelt es sich aber um einen sehr robusten Stein, bei dem Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass er bechädigt wird.

Topas Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 9

Korunde besetzen den zweiten Platz auf der Mohs’schen Härteskala und die Edelsteine unter den Korunden sind Saphire und Rubine. Korund ist sehr hart und spaltet vor allem nicht. Er kann hohen Temperaturen und sogar Temperaturschwankungen standhalten solange er keine Einschlüsse enthält. Sowohl Saphire als auch Rubine können Einschlüsse enthalten, die den Stein ein wenig schwächen. In unserer Kollektion finden Sie Saphire in blau, orange, rosa und gelb, sowie vielfältige Designs mit Rubinbesatz.

Saphir Härtegrad - KLENOTA

Steine mit einer Bewertung von 10

Der Diamant ist ein Symbol der Perfektion und dieses härteste natürliche Material der Erde bildet natürlich auch die Spitze der Mohs’schen Härteskala - die Nummer 10. Abgesehen von seiner Härte spaltet er allerdings gut, was bedeutet, dass er bei Stößen beschädigt werden kann. Diamanten enthalten manchmal Einschlüsse, die das vollkommene Erscheinungsbild stören, somit auch den Preis mindern und den Stein etwas brüchiger machen können. Im alltäglichen Gebrauch müssen Sie sich allerdings um Diamanten keine Sorgen machen. Der Diamant ist ein zeitloser Klassiker, der keinen Modetrends unterliegt. Lassen Sie sich von unserer Kollektion inspirieren und entdecken Sie Diamanten in Farbtönen von funkelndem Weiß bis zu tief schimmerndem Schwarz.

Diamanthärtegrad - KLENOTA